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Ausstellung: Juliana Hümpfner - Nahaufnahme
Saarländische Galerie – Europäisches Kunstforum e.V.
Eröffnung: 21. Januar 2016, 19 Uhr, Einführung: Dr. Eva Mendgen
Ausstellungsdauer: 21. Januar 2016 – 28. Februar 2016
Öffnungszeiten: Mittwoch – Sonntag, 15 – 19 Uhr

Juliana Hümpfner - Nahaufnahme

Nahaufnahme: Parlament 5, ein aktuelles Bild von Julia Hümpfner, hat ein Pressefoto zur Vorlage. Es richtet den Fokus auf eine bestimmte Situation aus einer Debatte im Kiewer Parlament im April 2014. Juliana Hümpfners Malerei ist jedoch keine direkte Abbildung dieser Momentaufnahme einer heftigen Konfrontation zwischen zwei Parlamentariern. Man sieht auf ihrem Bild kreuz und quer geführte Farbspuren in Rot-, Braun und Weißtönen, die aus der Bewegung heraus auf die Leinwand gesetzt wurden. Sie verdichten sich vor dunklem Hintergrund zu Kopf- und Handformen, ohne dass deren Umriss exakt voneinander und vom Bildgrund abgegrenzt blieben. Immer wieder verwischen im buchstäblichen Sinne Farbspuren die Konturen der Körperformen: Gesichter und Hände sind verzerrt und verunklärt. Die mit Aggression aufgeladene Stimmung der abgebildeten Situation vermittelt sich über den energiegeladenen Pinselduktus und die Farbgebung.

Juliana Hümpfners Bild zeigt uns, dass es beides ist: Malerei und Abbildung von etwas Gegenständlichem: von Köpfen und Händen zweier aggressiv sich begegnenden Männer.
Ihre Bilder entstehen in dieser Spannung zwischen Gegenständlichkeit und Abstraktion, sie sind Ergebnis eines spannungsvollen Konflikts zwischen Malmaterial, Geste und Gegenstand. Dreh- und Angelpunkt ihrer Malerei ist die menschliche Figur. Deren Körperlichkeit zwischen Unversehrtheit und Verletzbarkeit und emotionalen Verfasstheit versucht sie im Bild mit den Mitteln der Malerei nahe zu kommen.

„Die Ausdrucksmöglichkeit für mich in der Malerei ist am stärksten, wo sie zwischen Form und Auflösung oszilliert. Wichtig ist mir, dass die Bildfläche atmet. Damit meine ich, dass eine lebendige Struktur entsteht, eine Synthese zwischen Material und Geste, die eine sinnliche Reflexion der Bildwirklichkeit ermöglicht.“ (Juliana Hümpfner)

Juliana Hümpfner
1961 geboren in Buchenbach - Hohenlohe
2000 – 2005 Hochschule der Bildenden Künste Saarbrücken, bei Bodo Baumgarten und Gabriele Langendorf, 2009 Förderstipendium der Landeshauptstadt Saarbrücken

Ausstellungen und Projekte (Auswahl)
2015 Museum Simeonstift Trier, Robert Schuman Preis, Stipendium Künstlerhaus Schloss Wiepersdorf
2014 Kunstverein Schloss Dillingen
2013 10. Landeskunstausstellung SaarART 2013, Stadtgalerie Saarbücken
2012 Städtische Galerie Bergkamen: An der Wand ist der Tisch ein Bild; Kulturzentrum am EuroBahnhof, Saarbrücken: schön ist was anderes; Saarländisches Künstlerhaus: Ein Fest
2011 Badisches Kunstforum: Begegnungen
2010 Künstlerforum Bonn: schön ist was anderes; Kulturfoyer Saarbrücken, verwandt, Saarländisches Künstlerhaus, angezettelt
2009 Galerie de la Médiathéque, Forbach, Frankreich; Stadtgalerie Saarbrücken: Referenzen; Schloss Dagstuhl, Leibniz-Zentrum für Informatik, Wadern
2008 Wilhelm-Fabry-Museum, Hilden: Schmerz – Bilder vom Menschen; Künstlerhaus Saarbrücken: Malerei
2007 Das inszenierte Fenster in der nächtlichen Stadt: Projekt von Absolventen und Studierenden der HBK Saar; Haus der Zukunft, Saarbrücken, Malereiprojekt der Gruppe ECHT

 

Saarländische Galerie – Europäisches Kunstforum e.V.
Am Festungsgraben 1, 10117 Berlin
mobil: 0160-96281473
e-mail: info(at)saarlaendische-galerie.eu

Öffnungszeiten: Mittwoch – Sonntag, 15 – 19 Uhr

Pressekontakt:
Dr. Andrea Weber: 0160-96281473

Juliana Hümpfner - Nahaufnahme
Eröffnung: 21. Januar 2016, 19 Uhr, Einführung: Dr. Eva Mendgen
Ausstellungsdauer: 21. Januar 2016 – 28. Februar 2016

Saarländische Galerie – Europäisches Kunstforum e.V., Am Festungsgraben 1, 10117 Berlin mobil: 0160-96281473 e-mail: info(at)saarlaendische-galerie.eu