Alfred Gulden

Lesung. ACHTUNG: Die Lesung ist bis auf Weiteres verschoben.

1. Mai 2020 - 19:00 Uhr

„Der Film ist zu Ende. Die Leinwand ist weiß.

Es bleiben Bilder, die erzählt werden wollen“

Aus den Gdichtbänden (Künstlerbüchern), die in der (nun) über zehn jährigen Zusammenarbeit von Alfred Gulden und Bettina van Haaren entstanden sind: ATEM Balladen und Zeichnungen, 2010, SIEBENSCHMERZEN Gedichte und Aquarelle, 2012, TOTENROTELN, Gedichte und Hochdrucke, 2016, sowie VON GLÜCK SAGEN, einem Gedichtband/Künstlerbuch „in Arbeit“, wird Alfred Gulden vortragen. Dass seine Gedichte innerhalb der Ausstellung von Bettina van Haaren zu hören sind, wird zeigen, dass die Bilder weder Illustration zu Texten sind, noch die Gedichte Bildbeschreibungen. Und sich dennoch vielfache Bezüge herstellen lassen.

…Seltsam jetzt die Stille.

In die hinein reisst das Eis, birst, bricht mächtig auf.

Das Dröhnen der Flugzeugmotoren ganz nah.

Es schneit kleine Totenköpfe.

(aus „TOTENROTELN“)

Alfred Gulden (*1944) ist Schriftsteller, Dramatiker, Lyriker, Lieder- und Filmemacher, der in seinem umfangreichen Werk eine große Themenvielfalt von der Heimat im Saarland bis zur fernen Welt, vor allem Amerika, anspricht und über seine Tätigkeit als Autor und Filmemacher auch an anderen Kunstprojekten mitarbeitet. Er schreibt sowohl in saarländischer Mundart als auch in Hochdeutsch. Gulden ist Träger des saarländischen Kunstpreises.